Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

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Origami-Camper
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Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von Origami-Camper »

Hallo zusammen liebe Falter-Gemeinde,

ich muss gleich zu Beginn eine Beichte ablegen: Schande auf mein Haupt! 🙈

Ich habe das getan, wovor in jedem vernünftigen Ratgeber abgeraten wird: Ich war auf einer Camping-Messe, die Stimmung war gut, der Trigano Cheroky sah verdammt gut aus... und zack, habe ich den Kaufvertrag unterschrieben.

Jetzt bin ich also stolzer Besitzer einer "Wohnung auf Rädern" (Trigano Cheroky, 750 kg zGG, 100er Zulassung), habe aber noch kein passendes Zugpferd im Stall. Ja, ich weiß, eigentlich macht man das andersherum. Aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen – oder besser gesagt: Der Hänger steht bald im Hof und ich brauche etwas davor, das nicht ich selbst bin.

Die Kandidaten Aktuell liebäugle ich sehr stark mit dem neuen Dacia Bigster Hybrid 155.

Hat den schon jemand von euch im Einsatz oder zumindest eine Meinung dazu im Hängerbetrieb? (Ist ja noch recht neu auf dem Markt).

Alternativ steht der MG HS Hybrid auf der Liste.

Da der Cheroky mit seinen maximal 750 kg ja eher ein Leichtgewicht unter den Anhängern ist, brauche ich vermutlich keinen 3-Liter-Diesel-Panzer. Trotzdem will ich an den Kasseler Bergen nicht verhungern oder von LKW-Fahrern mitleidig angeschoben werden.

Daher meine Fragen an die Schwarmintelligenz:

Leistung: Ab wie viel Pferdchen macht das Fahren mit so einem Falter noch Spaß? Ab wann wird es zäh?

Getriebe: Seid ihr Team "Rühren" (Schaltgetriebe) oder Team "Fuß hochlegen" (Automatik)? Gerade beim Hybrid regelt das ja meist die Automatik, aber wie fühlt sich das beim Ziehen an?

Erfahrungswerte: Was spannt ihr vor eure Falter (speziell Cheroky)?

Ich freue mich auf eure Tipps, Erfahrungsberichte und auch ein bisschen Spott über meine "Erst Hänger, dann Auto"-Taktik. 😉

Viele Grüße und allzeit gute Faltung!
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Wappen12
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von Wappen12 »

Moin,

Zur Zeit bin Ich Falterlos , aber vor meinen Safari ( jetzt Cheroky ) war ein Skoda Fabia Kombi mit 105 PS als Schalter, da ging wunderbar , Auto war gut Beladen , auch der Hänger hatte noch Zusatzgewicht darauf, Stühle , Tische etc.

Du bist ja nicht am Jagen mit den Falter, sondern, der Weg ist das Ziel :zwinker:

Hubraum ist durch nix zu ersetzen als durch mehr Hubraum :mrgreen:

Dein neues Zugfahrzeug sollte auch zur Familie passen, wie groß ist die Familie die zu Campen mit kommt? Was möchtest Du alles mithaben ? Die anderen Cheroky Besitzer werden sicherlich noch den einen oder anderen Tipp Preis geben



Gruß Holger
Origami-Camper
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von Origami-Camper »

Guten Morgen. Musstet du dann noch extra Seitenspiegel ranmachen (wegen der Sicht)? Meine Familie besteht aus 3 Personen. Wo der "Kleine" (10 Jahre) noch ein Riese werden wird fürchte ich :lol: . Was den mitzunehmenden Krempel angeht....meisst hat man sowieso zu viel mit. Grüße :-)
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von Wappen12 »

Moin,

Nein es wurden keine Extraspiegel dafür gebraucht, der Falter ist ja nur ca. 150cm breit , also nicht breiter als ein normaler PKW.

Gruß Holger
letzter
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von letzter »

Glückwunsch zum neuen Klappi!

Wir ziehen unseren mit einem Polo (51kw) und sind immer! agiler als die LKW. Also da brauchst Du Dir keine Sorgen machen.

Viel Vorfreude und Spaß!
:camp1
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von ABurger »

Servus @ll !

Hier kann man nachrechnen lassen:

https://zugwagen.info/zugwagen.php

Zeltklappis sind dort leider nicht gelistet,
deswegem einfach einen vergleichbaren Mini-WoWa eingeben,
der auf ~ 750 kg zul.GG kommt ...

:camp1
Klapprige Grüsse von Rüdiger
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von Bondgirl 1976 »

Servus,
wir haben auch einen Cheroky, allerdings ein älteres Modell mit "nur" 650kg. Damit sind wir schon ordentlich unterwegs gewesen und haben unter anderem die Kassler Berge und auch die Alpen überquert. Die meiste Zeit haben wir mit einem Ford Focus mit 101 PS Dreizylindermotor gezogen. Das hat immer gut geklappt, auch bzw obwohl wir mit zwei kleinen Kindern und dem ganzen Equipment wie Kraxen usw immer Auto und Falti voll beladen hatten. 🙂 Auch die Schaltung war nie ein Problem.
Was allerdings uns wichtig ist, dass wir mit dem Tank volumen eine längere Strecke schaffen. Wenn es mal auf der Autobahn gut läuft, wollen wir das nutzen und durchfahren und nicht zum Laden halten müssen. Das war auch der Grund, warum wir uns vor zwei Jahren gegen eine voll - oder teilelektrischen Antrieb entschieden haben.
Egal was es für ein Zugfahrzeug wird, der Falti wird dir (hoffentlich) viel Spaß bringen!
Ade, Anja
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Re: Pferd von hinten aufgezäumt: Trigano Cheroky sucht passenden Zugesel (Dacia Bigster?)

Beitrag von georgf »

Grüß dich!

Du kannst bedenkenlos abrüsten, was die Fahrzeugtechnik angeht.

Und nebenbei: Wir haben das auch so gemacht: Erst einen Wohnwagen gekauft, um dann fest zu stellen, dass das Auto zu schwach war. Wobei du noch schauen könntest, ob euer Auto nicht vielleicht eh genügt.

Wir ziehen einen Rapido Club 38, also einen Hubdachwohnwagen mit knapp 750kg leer, mit einem Caddy mit 1,6l Hubraum und 75PS, Diesel. Früher mit bis zu 3 Kindern, allen Fahrrädern, Tandem am Dach, Zeug für 1 Monat campen, in Albanien auch noch mit Trinkwasser für ein paar Tage. Damit sind wir im Hochsommer in der Mittelmeerregion über recht ordentliche und steile Pässe gefahren. Die Unkereien von Autofreaks um uns haben sich nicht bewahrheitet. ("Hubraum kann durch nichts ersetzt werden!", "Der wird das nicht aushalten, ist viel zu schwach!" etc.) Das macht unser Caddy inzwischen seit 14 Jahren, ohne müde zu werden. Mit deinem Cheroky kannst du ein klar schwächeres Auto verwenden. Du musst ja nicht immer Bleifuß fahren.

Die Geschwindigkeit sehe ich nicht als Problem. In Griechenland sind oft einige Gespanne und Wohnmobile etwa zugleich Richtung Fähre auf gebrochen. Was wir mit unserem sooo schrecklich schwachen Gespann nach knapp 200km langsamer waren, war nur der Versuch, die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten nicht zu überschreiten. Ich habe außerdem einmal mit einem Camper zusammen überschlägig aus gerechnet, wie viel Zeit wir mit unserem schwachen Zugfahrzeug über die Pack (ein Pass bei uns in der Nähe) verlieren. Der Unterschied war 3. gegen 4. Gang, also 20km/h Unterschied bergauf. Das waren ein paar Minuten, rechnerisch. Praktisch sind es noch weniger. Wenn du über den Langada- oder den Logora-Pass (Griechenland und Albanien) fahren willst, hast du gar keinen Unterschied, weil du wegen der Kurven meistens gar nicht über den 2. Gang hinauf kommst.

Benzin oder Diesel: Mit einem Benzinmotor hast du vielleicht bessere Chancen, auch noch in mittlerer bis ferner Zukunft in Umweltzonen einfahren zu dürfen. Vielleicht ist das auch nur ein Werbeschmäh, denn die modernen Benziner spritzen auch ein und haben daher ein ähnliches Feinstaubrisiko. Diesel sind physikalisch besser für höhere Lasten geeignet, saufen daher weniger. An ein Hybridauto habe ich selbst noch nie gedacht. Wir fahren im Alltag alles mit den Rädern, da steht das Auto nur. Auf Langstrecken ist die Hybridtechnik mehr Last als Vorteil, erst recht mit einem Anhänger. Denn die Auflaufbremse nimmt Energie, die du nicht rekuperieren kannst.

Schaltung oder Automatik:
Mit deinem Floh von Cheroky hast du die angenehme Situation, dass du ausssuchen kannst, was du willst. Die Fahrer von schweren Wohnwagen landen meistens bei sehr hochwertigen Getrieben wie einer Wandlerautomatik, wobei zu sagen wäre, dass auch schwere Gespanne mit Schaltgetriebe und einfacher Kupplung gefahren werden können -wenn der Hersteller alles darauf auslegt. Was offenbar nicht immer der Fall ist.
Ich bin ein Freund von keep it simple und fahre mit manuellem Getriebe und Einscheiben Trockenkupplung. Einfache Technik, leicht zu warten und zu reparieren, selten Ärger. In meinem Fall nie. In unserem Caddy ist nach 140 000km immer noch die erste Kupplungsscheibe drin, obwohl wir den größten Teil davon im Gespann gefahren sind, auch am Balkan, sehr viel autobahnfrei, mit teilweise kupplungsmordenden Bedingungen.
So weit ich das überblicke, bedeutet ein ernsthafter Schaden an einer Automatik in einem älteren Auto oft den Tod des Fahrzeuges, weil die Reparatur zu teuer wird.

lg!
georg
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