Vom CT 6-2 zum Trigano Cheroky: Unser Weg zum Traumfalter
Verfasst: 18.08.2026 19:30
Hallo zusammen,
nachdem wir seit 2010 als vierköpfige Familie glücklich mit unserem Camptourist CT 6-2 unterwegs waren, stand für uns fest: Etwas Neues muss her. Der CT war zwar gut in Schuss, wurde uns für vier Personen aber langsam zu eng. Zudem war das Zelt bereits einmal komplett durchgenäht sowie geflickt, und wir schielten insgeheim schon länger nach Ersatz.
Über Kleinanzeigen wurden wir fündig: Ein Trigano Cheroky, Baujahr 2012. Im März haben wir ihn abgeholt. Das Zelt war recht ausgeblichen, aber das hat uns erst einmal nicht abgeschreckt. Was uns dann erwartete, war eine Mischung aus Abenteuer, Geduldsprobe und Bastelspaß. Hier ist unser Bericht für alle, die ähnliches vorhaben.
Die große Dichtigkeits-Odysee
Beim Kauf wurde uns von den Vorbesitzern fairerweise direkt gesagt, dass es eine undichte Stelle am Hauptzelt gibt. Die Vorbesitzer-Familie hatte sich im letzten Urlaub so geholfen, dass sie einfach eine große PVC-Plane über das Hauptzelt gezogen hatte.
Als wir den Falter dann bei uns genauer unter die Lupe nahmen, waren wir über das eigentliche Ausmaß aber doch überrascht. Es entpuppte sich als komplett herausgewaschene Stockflecken über eine ganze Zeltseite. Das Ergebnis beim ersten Regen: Die Zeltwand saugte das Wasser auf wie ein Baumwollunterhemd. Die Plane war also dauerhaft keine Option, eine richtige Lösung musste her!
Unser Weg zur Rettung:
1. Versuch 1: Imprägnierung mit Cotton Guard Eco per Drucksprüher. Das Ergebnis: Leider überhaupt keine Veränderung.
2. Der KI-Dialog: Nach langen Gesprächen mit einer KI stießen wir auf Fabsil. Also direkt 5 Liter bestellt.
3. Versuch 2: Die 5 Liter reichten gerade so knapp für das Hauptzelt. Beim anschließenden Regentest war es viel besser, aber immer noch nicht perfekt.
4. Versuch 3: Noch einmal 5 Liter Fabsil bestellt und das Dach nachbehandelt. Wieder besser, aber eine hartnäckige Stelle gefiel mir immer noch nicht.
5. Das Finale: Ich habe 1 Liter Fabsil Gold geordert (fünffache Wirkstoffkonzentration, deutlich teurer, kein UV-Schutz) und gezielt nur diese eine Stelle behandelt. Endlich der erhoffte Erfolg!
Es folgte ein vierwöchiger Härtetest im heimischen Garten, bei dem wir quasi den gesamten Mai im Zelt geschlafen haben. Ergebnis: Perfekt dicht! Auch der erste schwere Sturzregen im Urlaub, der direkt den halben Campingplatz unter Wasser setzte, hat unsere Arbeit absolut bestätigt. Zudem konnten wir über Kleinanzeigen noch ein nagelneues, originales Sonnensegel ergattern – ein echter Glücksgriff!
Die Detailarbeit: Kleinkram und Reparaturen
Als das Zelt dicht war, ging es an die unzähligen Kleinigkeiten:
- Innenzelt: Komplett gewaschen und repariert. Da die originale Aufhängung spürbar auseinanderbröselte, haben wir sie durch neue Gummis ersetzt und an den Ecken zusätzlich mit Edelstahlkarabinern gesichert.
- Fenster & Gurte: Ein ausgerissenes Fenster wurde mit Poolklebeband geflickt und mit der Nähmaschine übernäht. Außerdem habe ich jeweils rechts und links über der Schlafkabine ein Spannband eingenäht – statisch schien mir da irgendwie eine Dimension zu fehlen. Die Fenstergummis und eigentlich alle anderen Gummibänder am Wagen haben wir ebenfalls komplett ausgetauscht.
- Fahrplane: gesäubert (Power Bref geht super!) und das Gummi erneuert.
- Bodenplatte & Kästen: Die Bodenplatte hing etwas durch. Weils im Bereich der hinteren Blechkästen nötig war, haben wir sie mit Schrauben, dicken Unterlegscheiben und reichlich Abdichtung stabil verstärkt.
- Sicherheit im Innenraum: Der Vorbesitzer hatte Dämpfer an den Gepäckfächern montiert, deren Schrauben gefährlich weit in den Innenraum ragten. Aus Angst, uns das Zelt daran zu zerreißen, habe ich die Dämpfer neu angebracht und die Schrauben durch flache Niete ersetzt.
- Scheuernde Lattenroste / Nieten: An den Außenseiten musste ich zudem einen Teil der Niete ersetzen. Das Lattenrost scheuert im Betrieb genau daran und schert mit der Zeit die Nietköpfe ab. Als Sofortmaßnahme habe ich zusätzlich Filzgleiter aufgeklebt. Hier muss ich aber definitiv noch einmal nachbessern: Nach dem Urlaub habe ich gesehen, dass die neuen Köpfe zwar noch nicht komplett ab, aber schon wieder deutlich dünner geworden sind.
- Gestänge-Dilemma: Die Schrauben am Bogengestänge hatten kein Gewinde mehr – hier hilft jetzt ein klassisches Schraubenband. Die teilweise fehlenden Federn im Gestänge wurden ersetzt (Spoiler: Nach dem ersten Urlaub darf ich damit direkt weitermachen... ).
- Das Last-Minute-Malheur: Einen Tag vor dem Urlaub wollte ich die Matratzen beziehen. Dabei habe ich mich unglücklich zwischen den langen Brettern abgestützt und zack – die geteilten Klappdeckel des linken Gepäckfaches zerstört. Also ging es im Eilschritt in den Baumarkt: Alle Deckel wurden durch 15mm Multiplexplatten ersetzt (Danke an den netten Mitarbeiter für die sauberen Schrägschnitte!) und schnell mit Fensterlack versiegelt. Punktlandung vor der Abfahrt!
nachdem wir seit 2010 als vierköpfige Familie glücklich mit unserem Camptourist CT 6-2 unterwegs waren, stand für uns fest: Etwas Neues muss her. Der CT war zwar gut in Schuss, wurde uns für vier Personen aber langsam zu eng. Zudem war das Zelt bereits einmal komplett durchgenäht sowie geflickt, und wir schielten insgeheim schon länger nach Ersatz.
Über Kleinanzeigen wurden wir fündig: Ein Trigano Cheroky, Baujahr 2012. Im März haben wir ihn abgeholt. Das Zelt war recht ausgeblichen, aber das hat uns erst einmal nicht abgeschreckt. Was uns dann erwartete, war eine Mischung aus Abenteuer, Geduldsprobe und Bastelspaß. Hier ist unser Bericht für alle, die ähnliches vorhaben.
Die große Dichtigkeits-Odysee
Beim Kauf wurde uns von den Vorbesitzern fairerweise direkt gesagt, dass es eine undichte Stelle am Hauptzelt gibt. Die Vorbesitzer-Familie hatte sich im letzten Urlaub so geholfen, dass sie einfach eine große PVC-Plane über das Hauptzelt gezogen hatte.
Als wir den Falter dann bei uns genauer unter die Lupe nahmen, waren wir über das eigentliche Ausmaß aber doch überrascht. Es entpuppte sich als komplett herausgewaschene Stockflecken über eine ganze Zeltseite. Das Ergebnis beim ersten Regen: Die Zeltwand saugte das Wasser auf wie ein Baumwollunterhemd. Die Plane war also dauerhaft keine Option, eine richtige Lösung musste her!
Unser Weg zur Rettung:
1. Versuch 1: Imprägnierung mit Cotton Guard Eco per Drucksprüher. Das Ergebnis: Leider überhaupt keine Veränderung.
2. Der KI-Dialog: Nach langen Gesprächen mit einer KI stießen wir auf Fabsil. Also direkt 5 Liter bestellt.
3. Versuch 2: Die 5 Liter reichten gerade so knapp für das Hauptzelt. Beim anschließenden Regentest war es viel besser, aber immer noch nicht perfekt.
4. Versuch 3: Noch einmal 5 Liter Fabsil bestellt und das Dach nachbehandelt. Wieder besser, aber eine hartnäckige Stelle gefiel mir immer noch nicht.
5. Das Finale: Ich habe 1 Liter Fabsil Gold geordert (fünffache Wirkstoffkonzentration, deutlich teurer, kein UV-Schutz) und gezielt nur diese eine Stelle behandelt. Endlich der erhoffte Erfolg!
Es folgte ein vierwöchiger Härtetest im heimischen Garten, bei dem wir quasi den gesamten Mai im Zelt geschlafen haben. Ergebnis: Perfekt dicht! Auch der erste schwere Sturzregen im Urlaub, der direkt den halben Campingplatz unter Wasser setzte, hat unsere Arbeit absolut bestätigt. Zudem konnten wir über Kleinanzeigen noch ein nagelneues, originales Sonnensegel ergattern – ein echter Glücksgriff!
Die Detailarbeit: Kleinkram und Reparaturen
Als das Zelt dicht war, ging es an die unzähligen Kleinigkeiten:
- Innenzelt: Komplett gewaschen und repariert. Da die originale Aufhängung spürbar auseinanderbröselte, haben wir sie durch neue Gummis ersetzt und an den Ecken zusätzlich mit Edelstahlkarabinern gesichert.
- Fenster & Gurte: Ein ausgerissenes Fenster wurde mit Poolklebeband geflickt und mit der Nähmaschine übernäht. Außerdem habe ich jeweils rechts und links über der Schlafkabine ein Spannband eingenäht – statisch schien mir da irgendwie eine Dimension zu fehlen. Die Fenstergummis und eigentlich alle anderen Gummibänder am Wagen haben wir ebenfalls komplett ausgetauscht.
- Fahrplane: gesäubert (Power Bref geht super!) und das Gummi erneuert.
- Bodenplatte & Kästen: Die Bodenplatte hing etwas durch. Weils im Bereich der hinteren Blechkästen nötig war, haben wir sie mit Schrauben, dicken Unterlegscheiben und reichlich Abdichtung stabil verstärkt.
- Sicherheit im Innenraum: Der Vorbesitzer hatte Dämpfer an den Gepäckfächern montiert, deren Schrauben gefährlich weit in den Innenraum ragten. Aus Angst, uns das Zelt daran zu zerreißen, habe ich die Dämpfer neu angebracht und die Schrauben durch flache Niete ersetzt.
- Scheuernde Lattenroste / Nieten: An den Außenseiten musste ich zudem einen Teil der Niete ersetzen. Das Lattenrost scheuert im Betrieb genau daran und schert mit der Zeit die Nietköpfe ab. Als Sofortmaßnahme habe ich zusätzlich Filzgleiter aufgeklebt. Hier muss ich aber definitiv noch einmal nachbessern: Nach dem Urlaub habe ich gesehen, dass die neuen Köpfe zwar noch nicht komplett ab, aber schon wieder deutlich dünner geworden sind.
- Gestänge-Dilemma: Die Schrauben am Bogengestänge hatten kein Gewinde mehr – hier hilft jetzt ein klassisches Schraubenband. Die teilweise fehlenden Federn im Gestänge wurden ersetzt (Spoiler: Nach dem ersten Urlaub darf ich damit direkt weitermachen... ).
- Das Last-Minute-Malheur: Einen Tag vor dem Urlaub wollte ich die Matratzen beziehen. Dabei habe ich mich unglücklich zwischen den langen Brettern abgestützt und zack – die geteilten Klappdeckel des linken Gepäckfaches zerstört. Also ging es im Eilschritt in den Baumarkt: Alle Deckel wurden durch 15mm Multiplexplatten ersetzt (Danke an den netten Mitarbeiter für die sauberen Schrägschnitte!) und schnell mit Fensterlack versiegelt. Punktlandung vor der Abfahrt!